Wer Russisch hören möchte
Die größte Gruppe sind oft Menschen, die man gar nicht als Gäste wahrnimmt. Seit den 1990er-Jahren sind viele Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Sie haben Baptisten-, Mennoniten- und Pfingstgemeinden gegründet oder sind in bestehende Gemeinden gegangen. Die Kinder und Enkel sprechen längst Deutsch, die Großeltern beten bis heute auf Russisch.
Dazu kommen Menschen, die erst seit kurzem hier sind: russischsprachige Ukrainer aus Charkiw, Odessa oder dem Donbas, Familien aus Moldau, Kasachstan oder Georgien, Studierende und Fachkräfte aus Osteuropa. Für sie alle ist Russisch die Sprache, in der sie eine Predigt am leichtesten verstehen.
Eine Gemeinde, zwei Generationen
Viele Gemeinden mit Aussiedlerwurzeln kennen dieses Spannungsfeld: Die Älteren wünschen sich russische Gottesdienste, die Jugend versteht Russisch nur noch halb und lädt keine Freunde mehr ein. Oft gibt es zwei Gottesdienste oder einen, in dem ein Dolmetscher Satz für Satz übersetzt.
Mit ChurchTranslate geht beides in einem Gottesdienst. Predigt der Pastor auf Deutsch, hören die Älteren auf Russisch mit. Predigt ein älterer Bruder auf Russisch, stellt die Technik die Sprache des Redners um, und die Jugend hört auf Deutsch. Die Predigt behält ihre Länge, und niemand muss sich entscheiden, für welche Generation die Gemeinde da ist.
- 01Sprache des Redners einstellen
In den Einstellungen wählen Sie Deutsch als Sprache des Redners und schalten Russisch frei. Für russische Predigten schalten Sie zusätzlich Deutsch als Zielsprache frei.
- 02QR-Code zeigen
Auf dem Beamer, im Gemeindebrief oder auf einer Karte am Eingang. Gerade ältere Menschen brauchen beim ersten Mal oft Hilfe beim Scannen.
- 03Mit einem Tipp umschalten
Wechselt der Prediger die Sprache, stellt die Technik die Sprache des Redners im Übertragungsstudio um. Die Übertragung läuft dabei weiter.
Russisch und Ukrainisch mit Feingefühl
Seit dem Krieg ist die Sprachwahl für viele Menschen aus der Ukraine eine persönliche Frage. Manche wollen nichts Russisches mehr hören, andere verstehen Russisch einfach besser. Bieten Sie deshalb beide Sprachen an, wenn Sie Gäste aus der Ukraine haben, und lassen Sie jeden selbst wählen. Mehr dazu auf der Seite Ukrainisch. Auf dem Aufsteller am Eingang wirkt es freundlich, beide Sprachen gleichberechtigt zu nennen.
Für Ältere: großer Text und Ohrhörer
Ältere Zuhörer kommen gut mit dem Lesemodus zurecht, der den Text groß und ruhig wie auf einem Teleprompter zeigt. Wer schlecht hört, nutzt Kopfhörer mit etwas mehr Lautstärke. Ein paar einfache kabelgebundene Ohrhörer am Büchertisch helfen allen, die keine dabei haben. Und wer die Predigt zu Hause noch einmal lesen will, lässt sich das Transkript auf Russisch per E-Mail schicken.
Was die Übersetzung kann
Die Übersetzung folgt dem Gedankengang einer Predigt gut. Biblische Namen und kirchliche Begriffe sind der schwierigste Teil, und die russische Synodalbibel hat ihre eigenen Formen. ChurchTranslate korrigiert bekannte Begriffe mit einer Begriffsliste, aber nicht immer wird das Wort fallen, das ein russischsprachiger Prediger gewählt hätte. Für Trauerfeiern oder seelsorgerliche Gespräche bleibt ein Mensch die bessere Wahl. Siehe Dolmetscher oder KI-Übersetzung.
Kosten
Übersetzen Sie jeden Sonntag 90 Minuten ins Russische, sind das 360 Credits im Monat. Das passt ins Paket Lite mit 480 Credits für €65. Kommen russische Predigten ins Deutsche dazu, rechnen Sie die Minuten zusammen. Pakete und Beispiele finden Sie unter Preise.