Das Prinzip: Credits
Abgerechnet wird mit Credits. Die Regel ist einfach: 1 Credit ist 1 Minute Übersetzung in 1 Sprache. Dabei gelten zwei Dinge, die die Rechnung deutlich günstiger machen, als es auf den ersten Blick wirkt.
- Die Zahl der Zuhörer spielt keine Rolle. Ob drei oder dreihundert Menschen Englisch hören, eine Minute Englisch kostet einen Credit.
- Eine Sprache verbraucht nur Credits, solange jemand zuhört. Wenn an einem Sonntag niemand Arabisch auswählt, kostet Arabisch an diesem Sonntag nichts, auch wenn es freigeschaltet ist.
Die Formel lautet also: Minuten mit Zuhörern × Zahl der genutzten Sprachen = Credits. Ein Gottesdienst von 120 Minuten in Englisch, Spanisch und Ukrainisch ergibt 3 × 120 = 360 Credits.
Die Pakete im Überblick
| Paket | Preis pro Monat | Credits | Reicht zum Beispiel für | Preis pro Credit |
|---|---|---|---|---|
| Lite | €65 | 480 | 4 Gottesdienste à 2 Std. in 1 Sprache | ca. 13,5 Cent |
| Duo | €100 | 960 | 4 Gottesdienste à 2 Std. in 2 Sprachen | ca. 10,4 Cent |
| Standaard | €250 | 2.400 | 4 Gottesdienste à 2 Std. in 5 Sprachen | ca. 10,4 Cent |
| Compleet | €400 | 4.320 | 4 Gottesdienste à 2 Std. in 9 Sprachen | ca. 9,3 Cent |
In allen Paketen sind Untertitel und Transkript enthalten, und Zuhörer können sich das Transkript nach dem Gottesdienst per E-Mail schicken lassen. Standaard ist für Gemeinden gedacht, die jeden Sonntag mehrere Sprachen anbieten und mit einem Team aus mehreren Technikern arbeiten. Compleet hat den niedrigsten Preis pro Credit. Die Credits eines Monatspakets gelten bis zum nächsten Monat und verfallen dann.
Zusatzpakete, die nicht verfallen
| Zusatzpaket | Preis | Preis pro Credit |
|---|---|---|
| 300 Credits | €50 | ca. 16,7 Cent |
| 600 Credits | €90 | 15 Cent |
| 1.800 Credits | €255 | ca. 14,2 Cent |
Zusatzpakete eignen sich für besondere Anlässe: Ostern, ein Gemeindefest, eine Konferenz oder ein Gastredner. Da sie nicht verfallen, können Sie sie auch als Reserve kaufen. Pro Credit sind sie teurer als die Credits eines Monatspakets.
Rechenbeispiele
Landeskirchliche Gemeinde mit ukrainischen Gästen
Eine evangelische Gemeinde in Sachsen hat seit 2022 einige ukrainische Familien im Gottesdienst. Der Gottesdienst dauert etwa 75 Minuten, die Übersetzung läuft ab der Begrüßung bis zum Segen, abzüglich zweier Liedblöcke, also rund 60 Minuten. Bei vier Sonntagen sind das 4 × 60 = 240 Credits im Monat. Das Paket Lite mit 480 Credits reicht, und es bleibt Luft für einen fünften Sonntag oder einen Festgottesdienst.
Freikirche mit zwei Sprachen
Eine Freikirche in einer Großstadt bietet Englisch und Arabisch an. Der Gottesdienst dauert 90 Minuten, übersetzt werden etwa 70. Englisch wird jede Woche gehört, Arabisch an drei von vier Sonntagen. Rechnung: Englisch 4 × 70 = 280, Arabisch 3 × 70 = 210, zusammen 490 Credits. Das ist knapp über Lite. Mit Duo (960 Credits) ist die Gemeinde auf der sicheren Seite, auch wenn mal eine dritte Sprache dazukommt.
Internationale Gemeinde mit fünf Sprachen
Eine internationale Gemeinde in Zürich predigt auf Deutsch und bietet Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Ukrainisch an. Übersetzt werden pro Sonntag etwa 100 Minuten. Wenn alle fünf Sprachen gehört werden: 5 × 100 × 4 = 2.000 Credits. Das Paket Standaard mit 2.400 Credits passt und lässt noch Luft für einen Festgottesdienst oder eine Sprache, die neu dazukommt.
Ein einzelner Gastredner
Eine katholische Pfarrei in Österreich hat einmal im Jahr einen Missionar aus Afrika zu Gast, der auf Französisch predigt. Die Predigt dauert 30 Minuten, übersetzt wird ins Deutsche: 30 Credits. Wenn die Pfarrei ohnehin ein Monatspaket hat, fällt das kaum ins Gewicht.
Was nicht extra kostet
- Zuhörer: unbegrenzt pro Sprache, ohne Aufpreis.
- Hardware: keine Empfänger, keine Sender, keine Kabine. Allenfalls ein USB-Audiointerface für den Ton vom Mischpult, falls Sie noch keines haben.
- Die App oder Hörseite für die Besucher: kostenlos, ohne Konto.
- Der Probelauf: Nach der Registrierung gibt es einen kostenlosen Probegottesdienst von 10 Minuten.
So legen Sie die Kosten dem Kirchenvorstand vor
Gremien wollen in der Regel drei Dinge wissen: was es im Monat kostet, wofür genau das Geld ausgegeben wird und ob man wieder aussteigen kann. Rechnen Sie deshalb nicht mit dem höchsten denkbaren Verbrauch, sondern mit einem realistischen Monat: übersetzte Minuten pro Gottesdienst, Sprachen, die tatsächlich gehört werden, und die Zahl der Gottesdienste. Legen Sie die Rechnung aus diesem Ratgeber daneben.
Hilfreich ist auch ein ehrlicher Blick auf die Alternative. Ein professioneller Dolmetscher wird in der Regel pro halben oder ganzen Tag gebucht und kostet deutlich mehr als ein Software-Abo, und für mehrere Sprachen brauchen Sie mehrere Personen. Ehrenamtliche Dolmetscher kosten nichts, aber ihre Zeit und Kraft sind begrenzt. Viele Gemeinden schlagen vor, zunächst ein paar Monate mit dem kleinsten passenden Paket zu arbeiten und danach Bilanz zu ziehen: Wie viele Menschen haben zugehört, wie viele Credits wurden verbraucht, was sagen die Zuhörer?
Welches Paket passt zu Ihnen?
Zählen Sie, wie viele Minuten pro Sonntag tatsächlich übersetzt werden, multiplizieren Sie mit der Zahl der Sprachen, die wirklich gehört werden, und mit der Zahl der Gottesdienste im Monat. Liegen Sie unter 480, reicht Lite. Bis 960 passt Duo, bis 2.400 Standaard, darüber Compleet. Für Ausreißer nach oben gibt es Zusatzpakete. Die aktuelle Übersicht finden Sie auf der Seite Preise, die derzeit auf Englisch angezeigt wird.
Wenn Sie zunächst sehen möchten, wie es in der Praxis läuft, lesen Sie Gottesdienst übersetzen: so geht's. Für den Vergleich mit einem menschlichen Dolmetscher gibt es Dolmetscher oder KI-Übersetzung.